27.06.2014

Datacenter-Experten nahmen Kurs auf die Zukunft

Spezialisten-Netzwerk informierte auf dem Main über Trends in der RZ-Infrastruktur

Bilder: eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.

An Bord des Passagierschiffes "Nautilus" fand am Dienstag, den 24. Juni, die diesjährige Veranstaltung der Reihe Das 5-Sterne-Rechenzentrum PLUS statt. Führende Experten der deutschen Rechenzentrumsbranche informierten dabei im Rahmen von Impulsvorträgen über zukunftsweisende Trends. Zwei Podiumsdiskussionen schufen außerdem ein interaktives Format, bei dem die rund 100 Teilnehmer Fragen aus ihrer eigenen betrieblichen Praxis einbringen konnten.

Im Fokus der Veranstaltung standen dieses Mal die Skalierbarkeit von Rechenzentren, Planung, Bau und Umbau sowie Service und Wartung im Datacenter. Veranstalter und "Impulsgeber" waren der Verband eco und die Infrastruktur-Hersteller Dätwyler Cabling Solutions, E-TEC Power Management, Schäfer IT-Systems, Stulz und Wagner Group.

Den Key-Note-Vortrag "Die Zukunft der Rechenzentren in Deutschland" hielt Dr. Béla Waldhauser, CEO der Telehouse Deutschland GmbH, der auch die Podiumsdiskussion zu "Service und Wartung im Rechenzentrum" moderierte. Die Moderation des Nachmittags übernahm Roland Broch, eco e.V. An den Podiumsdiskussionen wirkten Heiko Knell und Thomas Gehrke (Dätwyler), Karl-Heinz Steffen und Michael Hallen (E-TEC), Peter Wäsch (Schäfer), Roger Bellof (Stulz) sowie Peter Clauss und Michael Leibner (Wagner) mit.

In seinen Beiträgen während der Podiumsdiskussionen setzte Thomas Gehrke den Schwerpunkt auf skalierbare, zukunftssichere Datacenter-Verkabelungslösungen. Er stellte den Stand der Normung dar und machte darauf aufmerksam, dass in der Realität höhere Anforderungen an die Kupfer- und Glasfaserkabel und -komponenten bestehen. Weiterhin plädierte Gehrke für flexible Systemlösungen mit hoher Packungsdichte, die auch zukünftige Anwendungen (40/100 Gbit/s) ermöglichen. Für kleine Rechenzentren empfahl er eine Mischbestückung mit Kupfer und LWL, um Höheneinheiten zu sparen und erläuterte die Vorteile, die vorkonfektionierte Kabel für die Montagezeitfenster darstellen. In der Diskussion über Service und Wartung betonte er die notwendige Qualität der eingesetzten Kabel, die hohen Anforderungen an die Performance der Steckverbindungen und die Sauberkeit derselben.

Zwischen den Diskussionsrunden bestand für die Gäste immer genügend Zeit für den informellen Erfahrungsaustausch.

Die Veranstaltung schloss mit einem Abendessen und weiteren interessanten Gesprächen vor dem Hintergrund der Frankfurter Skyline.