Marktchancen rechtzeitig nutzen

Die damals noch junge Automobilbranche weckte den Ehrgeiz des passionierten Autofahrers Adolf Dätwyler. Er wollte das bestehende Gummi-Know-how zur Produktion von Autoreifen nutzen. 1935 trotzte er der Krisenstimmung und unterzeichnete einen Lizenzvertrag mit dem US-Konzern Firestone. In Pratteln bei Basel eröffnete er eine Fabrik zur Herstellung von Autoreifen. Rund 30 Jahre lang trug das Werk zum Gesamtergebnis bei, bevor es mit Gewinn an den amerikanischen Mutterkonzern zurückverkauft wurde.

Ab 1940 lief in Altdorf die grösste Altgummi-Regenerieranlage der Schweiz auf Hochtouren. Da während des Kriegs das Autofahren stark eingeschränkt war, begann Dätwyler 1941 mit der Produktion von Fahrradreifen.

Weitere Innovationen aus den Kriegsjahren zeugen davon, wie Dätwyler die Zeichen der Zeit erkannte und selbst unter widrigen Umständen Erfolgsgeschichten schrieb: Der Kabelbereich entwickelte 1945 das weltweit erste kunststoffisolierte Hochspannungskabel. Und die eigens lancierten Bodenbeläge aus Plastokork basierten auf einer fortschrittlichen Kunststofftechnologie. 

  

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