07.02.2012

In jeder Hinsicht im Plan

Dätwyler verkabelt neues Rechenzentrum des Landschaftsverbands Rheinland

Um seine Aufgaben besser erfüllen zu können, hat LVR-InfoKom, das Systemhaus des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), sein zentrales Rechenzentrum in Köln erweitert und in einen Neubau ausgelagert. Der Auftrag für die Neuverkabelung ging an die Firma Dätwyler, die durch eine wirtschaftliche Gesamtlösung, schnelle Erledigung und Software-gestützte Planung und Dokumentation überzeugen konnte.

Im Jahr 2009 beschloss LVR-InfoKom, eines seiner beiden  Rechenzentren (RZ) zu vergrößern und in einen Neubau auszulagern. Im neuen RZ, das neben dem Rechnerraum auch mehrere Funktionsräume umfasst, sollten alle aktiven Komponenten mit einer zukunftssicheren Top-of-Rack-Verkabelung miteinander verbunden werden. Im Bereich Kupfertechnik war deshalb ein 10-Gigabit-fähiges Klasse EA-System ausgeschrieben. Im Glasfaserbereich wollte der LVR OM3-Multimode-Kabel und für die Anbindung nach außen OS2-Singlemode-Kabel in Bündeladerkonfektion, die auf beiden Seiten mit Kabelaufteilern und vorkonfektionierten LCD-Anschlüssen geliefert werden sollten. Neben der Abnahmemessung und einem Funktionstest der Verkabelung war eine Systemgarantie über 20 Jahre und eine vollständige Dokumentation gefordert, die auch die Messprotokolle und die Anbindung der aktiven Komponenten beinhalten musste. Außerdem umfasste das erweiterte Verkabelungsprojekt den Bau der Kabeltrassen, die Brandabschottung zwischen den Funktionsräumen und die Einhausung der Kabeltrassen im Korridor.

Den Zuschlag dafür erhielt die Firma Dätwyler. "Das Angebot von Dätwyler hat uns nicht nur durch eine sehr wirtschaftliche Lösung insbesondere für die Glasfaserstrecken überzeugt, sondern auch durch einen plausiblen Plan, wie sich die sehr knappen Installationszeiten einhalten lassen", erklärt Michael Kemper, Leiter Kommunikationstechnik bei LVR-InfoKom.

Dätwyler realisierte den Auftrag in Turnkey-Verantwortung. Innerhalb weniger Tage konnten die Teams von Dätwyler die Kupferkabel des Typs 7702 einziehen, mit Steckern konfektionieren und die etwa 1000 Strecken mit 16 Kilometern Gesamtlänge abschließend messen und dokumentieren. Die vorkonfektionierten Glasfaser-Trunkkabel - 210 Strecken, zumeist mit je 24 Fasern - kamen inklusive der Messprotokolle in mehreren Teillieferungen und wurden jeweils umgehend installiert. Zu den verbauten Systemen gehören weiterhin 1500 Patchkabel in Kupfer- und Glasfasertechnik, 400 Patchpanel und Rangierfelder sowie rund 200 optische Verteilerfelder. Kurzfristige Nachforderungen und Änderungen, wie sie bei vielen RZ-Projekten vorkommen, konnte die Projektleitung sehr kurzfristig und zur Zufriedenheit des Kunden realisieren.

Für die Planung, darunter auch die Längenermittlung der benötigten Glasfaserstrecken, setzte Dätwyler die hauseigene Software-Lösung "Panorama Cabling View" ein. Damit konnte die Verkabelung inklusive aller angeschlossenen Komponenten schnell, übersichtlich und nachvollziehbar dokumentiert werden.

Bei LVR-InfoKom ist man mit dem Projekt sehr zufrieden: Der ehrgeizige Zeitplan wurde eingehalten, die Inbetriebnahme verlief ohne Störungen, und die beiden RZ-Standorte laufen seit dem Umzug ohne Beanstandungen.