Katalog

Funktionserhalt im Brandfall

Kabelanlagen und Sicherheitstechnik vom Profi
2. Auflage (2013)
pdf [4 MB]

Funktionserhalt im Brandfall - Markt Österreich

Kabelanlagen und Sicherheitstechnik vom Profi
1. Auflage (2012)
pdf [7 MB]

Handbücher/Broschüren

Handbuch Funktionserhalt

9. Auflage (2015)
(Markt Deutschland)
pdf [3 MB]

Handbuch Funktionserhalt

9. Auflage (2015)
(Markt Österreich)
pdf [3 MB]

Funktionserhalt - Umfassende Sicherheitstechnik vom Profi

Broschüre von Dätwyler Cabling Solutions AG und Bettermann AG
5. Auflage (2015) inkl. Vorschriften NIN 2015 / VKF 2015
(Markt Schweiz)
pdf [5 MB]

Optionale Verlegetechniken

Optionale Verlegetechniken

Auszug aus dem Handbuch Funktionserhalt (24 Seiten)
pdf [896 KB]

Dätwyler Funktionserhaltsysteme E30 – E60 / E90
Dätwyler Funktionserhaltsysteme E30 – E60 / E90

nach DIN 4102-12:
Kurzübersicht über Produkte und Verlegetechniken (03/2017)
pdf [723 KB]

Planungshilfsmittel*

Datwyler Kalkulationshilfe
Datwyler Kalkulationshilfe

Software für die kaufmännische Beurteilung - Vers. 09/2015
(nur für den Markt Deutschland anwendbar)
xlsm [669 KB]

Dätwyler Fire-Safety-Ausschreibungstexte
Dätwyler Fire-Safety-Ausschreibungstexte

für alle Dätwyler Sicherheitskabel inklusive Trag- und Befestigungssysteme
(Märkte Deutschland/Österreich)
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Übereinstimmungserklärung (Vorlage)

Übereinstimmungserklärung
Übereinstimmungserklärung

für Kabelanlagen mit integriertem Funktionserhalt (Vorlage)
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VdS-Zertifikate

NHXCH Keram E90 ab 16 mm²
Anerkennungsnummer G-4980024

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NHXCH FE 180 E90 od 16 mm²
Numer dpouszczenia G-4980024 (Poland, Polish language)

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NHXH Keram Einleiterkabel ab 16 mm² 
Anerkennungsnummer G-4070050
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MPA Allgemeine Bauaufsichtliche Prüfzeugnisse (ABP) - Kabel und Befestigung

(N)HXH / (N)HXCH Keram E30-E60
Prüfzeugnis-Nr. P-MPA-E-03-043

          

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(N)HXH / (N)HXCH Keram E90
Prüfzeugnis-Nr. P-MPA-E-04-019 

                

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Ogólne świadectwo kontroli nadzoru budowlanego
NHXH / NHXCH E90
Nr świadectwa kontroli P- MPA-E-04-019 (Polen)

 

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JE-H(St)H / JE-H(St)HRH...E30-E90
Prüfzeugnis-Nr. P-MPA-E-06-030 

         

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Vorgänger ABPs mit Hinweisen zu Sonderbefestigungen
Prüfzeugnis-Nr. P-MPA-E-06-030 / 04-019 / 03-043

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BASEC British Approvals Service for Cables - Zertifikate

Enhanced fire resistant cable
BS 5839-1:2013 26.2(e) utilising BS 7629-1:2015
getested nach BS EN 50200:2015 (PH 120), BS 8434-2:2003 & A2:2009
und BS 6387:2013 CWZ
(1,5 bis 2,5 mm², 2 bis 4 Leiter)

   

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Enhanced fire resistant cable
I.S. 3218:2013 6.14.2.3 utilising BS 7629-1:2008
getested nach IS EN 50200:2006 (PH 120) und BS 8434-2:2003 & A2:2009
(1,5 bis 2,5 mm², 2 bis 4 Leiter)

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Standard fire resistant cable
BS 5839-1:2013 26.2(d) utilising BS 7629-1:2015
getested nach BS EN 50200:2015 (PH 120) und Annex E
und nach BS 6387:2013 CWZ
(1,0 bis 2,5 mm², 2 bis 4 Leiter)

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Standard fire resistant cable
I.S. 3218:2013 6.14.2.2 utilising BS 7629-1:2008
getested nach IS EN 50200:2006 (PH 120) und Annex E
(1,0 bis 2,5 mm², 2 bis 4 Leiter)

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BASEC Certificate of Conformity (QMS)

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LPCB Loss Prevention Certification Board - Zertifikate

Dätwyler Standard Fire Safety Cable
BS 7629-1:2008; BS 6387:2013 (Category CWZ); 
BS 5839-1:2013 (Clause 26.2d Standard)
 
erfüllt die Anforderungen der Klasse PH30 gemäß (BS) EN 50200:2006.
Eindrähtige Leiter: 
2/3/4 x 1.0 mm² and 2/3/4 x 1.5 mm² and 2/3/4 x 2.5 mm²
Mehrdrähtige Leiter:
2/3/4 x 1.5 mm² and 2/3/4 x 2.5 mm²

    

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Dätwyler Enhanced Fire Safety Cable
BS 7629-1:2008; BS 6387:2013 (Category CWZ);
BS 5839-1:2013 (Clause 26.2e Enhanced)

erfüllt die Anforderungen der Klasse PH120 gemäß (BS) EN 50200:2006.
Ein- und mehrdrähtige Leiter:
2 x 2.5 mm²

(in Kürze)
 

 

 
 

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Wie verhalten sich die folgenden Dätwyler Sicherheitskabel im Tunnel oder in Tiefgaragen?

J-H(St)H, NHXMH, N2XH/CH, JE-H(St)H E30-E90, NHXH/CH E30, NHXH/CH E90

Die Funktion unserer halogenfreien Sicherheitskabel und -leitungen wird, durch die Einwirkung von Wasser oder Wasser mit Salz (Streusalz) respektive "Säuren" von Autoabgasen, bei Erfüllung der nachfolgenden Zusatzbedingungen nicht beeinträchtigt oder negativ beeinflusst:
• Keine Beschädigung des Kabelmantels.
• Kein Wasser kann in der Längsrichtung in das Kabel einwirken.
• Die Kabel sind geschützt zu verlegen (z.B. in einem geschlossenem Betonkanal mit Sandbett, so dass die Kabel nicht dauernd von Wasser umschlossen sind, oder in Rohranlagen, in welchen das Wasser abfließen kann).

Des weiteren können wir Ihnen die Funktion der Kabel bei Lagerung in nachfolgenden Medien und Bedingungen problemlos gewährleisten:
• Lagerung bei nahezu 100% Luftfeuchtigkeit.
• Bei Wasserbadlagerung im Temperaturbereich "+5°C bis max. +50°C".

Tabelle mit Materialbeständigkeiten bei Raumtemperatur:

Material        Beständigkeit bei +23°C

5% - 30% Formaldehyd:

kurzzeitig gut bis sehr gut
5% - 30% Essigsäure: kurzzeitig gut bis sehr gut
Methanol:  kurzzeitig gut bis sehr gut
20% Sodalauge: kurzzeitig gut bis sehr gut
NACL 10% Kochsalzlösung: gut
Chlorwasser 3%: bedingt bis gut
Amoniak (gasförmig/wässrig: mittel bis gut, das Material wird nicht zerstört
Kohlenwasserstoff: kuzfristig bedingt bis mittel
Wasserbeständigkeit (Wasserbadlagerung
bei 70°C):
mittel
 
Wasserbeständigkeit (Wasserbadlagerung
bei Raumtemperatur 23°C):
gut bis sehr gut
  
Lagerung bei nahezu 100% Luftfeuchtigkeit:sehr gut

 


 
Warum ist es möglich, dass ein Kabelschuh mit dem gleichen Querschnitt wie eine Ader zu groß für diese ist?

Nach DIN VDE 0295 errechnet sich der Querschnitt einer Ader aus deren ohmschen Widerstand. Aufgrund der Fertigungstechniken einiger Hersteller ist es möglich, beim mehrdrahtigen Aufbau das Kupfer zu verdichten bzw. den Rundleiter als Sektorleiter auszubilden. Dadurch wird das Kabel runder und der Außendurchmesser (aber auch der Aderdurchmesser) kleiner. Für den Kabelschuh gibt es Reduzierstücke, die diesen Unterschied kompensieren. 
 


 
Dürfen Starkstromkabel zusammen mit Schwachstromkabeln verlegt werden?

Aus Sicht des Brandschutzes: ja. Es sollte aber immer die jeweilige DIN VDE der entsprechenden Anwendung berücksichtigt werden. 
 


 
Dürfen Sicherheitskabel angestrichen werden?

Dätwyler Sicherheitskabel dürfen mit einen lösungsmittelfreien Farbanstrich versehen werden. Es ist aber ratsam, vorher über Vorbehalte der abnehmenden Behörde zu sprechen. 
 


 
Darf ein Sicherheitskabel direkt in Beton verlegt werden?

Nach DIN VDE 0276 Teil 604 Anhang A Abschnitt 3.3, in der die Anwendungsgebiete der Niederspannungskabel mit verbesserten Verhalten im Brandfall geregelt sind, dürfen N2XH/N2XCH, NHXH E30/NHXCH E30 und NHXH E90/ NHXCH E90 in Innenräumen, in der Luft oder in Beton verlegt werden. Allerdings müssen die Kabel nach HD 604 Teil 5 Abschnitt 5.1.2 gegen mechanische Beschädigung geschützt werden. 
 


 
Ist der C-Leiter eines konzentrisch aufgebauten Kabel ein Schirm?

Der konzentrische Leiter bei N2XCH/NHXCH E30 und NHXCH E90 Kabeln ist kein Schirm im eigentlichen Sinne, also nicht vergleichbar mit der Fernmeldetechnik oder der Datentechnik. Er hat lediglich eine geringe schirmende Wirkung. Spezifiziert ist der konzentrische Leiter in der DIN VDE 0276 Teil 604 Abschnitt 5 Punkt 3.3.5.
 


 
Können halogenfreie Kabel und Leitungen gemufft werden?

Halogenfreie Kabel und Leitungen können genauso gemufft werden, wie PVC-isolierte Kabel und Leitungen. Es sollte jedoch sinnigerweise eine halogenfreie Muffe verwendet werden. 
 


 
Können halogenfreie Kabel und Leitungen mit PVC-isolierten verbunden werden?

Dätwyler J-H(St)H, NHXMH, N2XH/CH
Dätwyler JE-H(St)H/HRH E30-E90 (N)HXH/CH E30-E60 / E90 Keram

Elektrisch gesehen: ja. Jedoch wird eine Forderung nach halogenfreier Verkabelung nach DIN VDE 0482-267 nicht erfüllt. Eine geringe Brandfortleitung nach DIN VDE 0482-266-2-4 Cat. C und eine minimale Rauchentwicklung nach DIN VDE 0482-1034 ist dann nicht mehr gewährleistet. 
 


 
Müssen halogenfreie Kabeln und Leitungen speziell (und damit aufwendiger und teurer) verlegt werden?

Nein. Halogenfreie Kabel und Leitungen werden auf die gleiche Art und Weise verlegt wie PVC-isolierte. Sinnigerweise sollten jedoch halogenfreie Befestigungsmaterialien verwendet werden. 
 


 
Was sind die Vorteile von halogenfreien Kabeln?

• Im Brandfall werden keine korrosiven Gase freigesetzt, die erhebliche Schäden an Mensch und Gebäuden verursachen. Es entsteht kein Chlorwasserstoffgas, das sich mit Wasser zu Salzsäure verbindet. Der Anteil von toxischen Gasen ist auf ein Minimum reduziert, d.h. keine Reizung der Schleimhäute und Augen (nach Prüfart DIN VDE 0482-267).
• Halogenfrei Kabel sind schwer entflammbar und besitzen eine geringe Brandfortleitung, dadurch kommt es nicht zu dem gefürchteten Zündschnureffekt (nach Prüfart DIN VDE 0482-266-2-2/-3/-4/-5 oder IEC 60332-3-22/-23/-24/-25).
• Durch die Raucharmut bleiben Flucht und Rettungswege für flüchtende Personen und für die Feuerwehr sichtbar (nach Prüfart DIN VDE 0482 Teil 1034).

Halogenfreie Kabel mit verbessertem Verhalten im Brandfall geprüft nach den o.g. Eigenschaften sind in der VdS Richtlinie zur Schadenverhütung (VdS 2025 –Kabel- und Leitungsanlagen–) für Bereiche mit Menschenansammlungen und Bereiche mit unwiederbringlichen oder hohen Sachwerten vorgeschrieben und werden für andere Bereiche wie Kunsthallen, Museen, Bibliotheken, Archive, Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten, U-Bahnhöfe, Versammlungsstätten, Meß- und Prüfräume, Formen- Walzen- und Matrizenlägern empfohlen. Ebenso vorgeschrieben sind sie gem. DIN VDE 0100-482 in Räumen oder Orten mit unersetzbaren Gütern von hohem Wert. 
 


 
Was bedeutet NHMH bzw. halogenfreie Kabel ohne verbessertes Verhalten im Brandfall?

Dätwyler NHXMH

Im Unterschied zum NHXMH weist ein NHMH weder die Prüfkriterien für geringe Brandfortleitung nach DIN VDE 0482-266-2-4 Cat. C auf, noch die Raucharmut gemäß DIN VDE 0482 Teil 1034. Die Gefahr bei diesem Kabeltyp liegt im Zündschnüreffekt und einer stärkeren Rauchentwicklung. NHMH ist daher ungeeignet für den Einsatz bezüglich den Anforderungen gem. DIN VDE 0100-482 in Räumen oder Orten mit unersetzbaren Gütern von hohem Wert und in Bereichen von Menschenansammlungen gem. VdS Richtlinie zur Schadenverhütung (VdS 2025 – Kabel- und Leitungsanlagen).
In Deutschland wurde die Produktion dieses Kabels 2009 eingestellt. 
 


 
Was ist der Unterschied zwischen flammwidrig und geringe Brandfortleitung bzw. was heißt verbessertes Verhalten im Brandfall?

Dätwyler J-H(St)H, NHXMH, N2XH/CH
Dätwyler JE-H(St)H/HRH...BD FE180 E30-E90, (N)HXH/CH E30-E60 / E90 Keram

Wenn bei einem Kabel von Flammwidrigkeit gesprochen wird, bedeutet dies, dass dieses Kabel selbst verlöscht wenn der Brandherd je nach Kabeldurchmesser nach ≥1 min. entfernt wird. Die DIN VDE nennt dies auch "schwer entflammbar". (DIN VDE 0482-332-1-2).
"Schwer entflammbare" Kabel können jedoch eine sehr hohe Brandfortleitung aufweisen, daher kann diese reine Laborprüfung als wenig praxisgerecht angesehen werden und hat keinerlei Aussagekraft über das tatsächliche Brandverhalten.
Geringe Brandfortleitung dagegen bedeutet, dass eine Weiterleitung des Brandherdes auch nach 20 min. und hoher Brennerleistung noch ausgeschlossen ist (DIN VDE 0482-266-2-4 Cat. C). Außerdem wird hier ein Kabelbündel mit einem  bestimmten Volumina an nicht-metallenen Werkstoffen im Kabel (bei VDE 0482-266-2-4 = 1.5l) und einer Länge von 360 cm wirklich praxisgerecht geprüft.

Teil 1: Kategorie A F/R nur für Spezialanwendungen
Teil 2: Kategorie A (7 l brennbares Material/m): 40 min
Teil 3: Kategorie B (3,5 l brennbares Material/m): 40 min
Teil 4: Kategorie C (1,5 l brennbares Material/m): 20 min
Teil 5: Kategorie D (0,5 l brennbares Material/m): 20 min 
 


 
Dürfen halogenfreie Kabel zusammen mit PVC-isolierten Kabeln verlegt werden?

Es gibt keine DIN VDE, die dies einschränkt, solange es nur um eine gemeinsame Verlegung von rein halogenfreien Kabel und Leitungen mit PVC-isolierten geht. 
 


 
Was heißt Funktionserhalt E30 bzw. E90?

Gemeint ist der Funktionserhalt, der nach DIN 4102-12 geprüft wurde. Es wird immer eine komplette Anlage geprüft, d.h. Funktionserhalt kann nur ein Kabel inklusive Verlegesystem haben. Das Kabel oder das Verlegesystem alleine hat keinen Funktionserhalt. Zusätzlich müssen auch zugelassen Dübel und Schrauben verwendet werden. 
 


 
Was gilt bei der senkrechten Verlegung?

Nach DIN 4102 Teil 12 Abschnitt 8.2 und 8.3 gilt für vertikale Kabelanlagen die gleiche Klassifizierung wie bei der Einzelverlegung an der Decke mit Einzelschellen. Als Befestigungsmittel kann alternativ eine geprüfte Bügelschelle (mit Befestigungsabstand der Einzelschelle!) verwendet werden. 
 


 
Dürfen Kabel mit Funktionserhalt nach einem Brand weiter verwendet werden?

Es müssen alle Sicherheitskabel nach jeglicher Brandeinwirkung ersetzt werden. Die Kabelanlage mit Funktionserhalt muss erneut vom Sachverständigen abgenommen werden. 
 


 
Dürfen Kabel mit Funktionserhalt mit halogenfreien Kabeln bzw. mit PVC-isolierten zusammen verlegt werden?

Grundsätzlich dürfen Funktionserhaltkabel nicht mit anderen Leitungen geführt werden. Nach DIN VDE 0108 Abschnitt 6.7 gibt es Sonderfälle zur gemeinsamen Verlegung. Es empfiehlt sich, vor der Installation ein vorgreifendes Gespräch mit dem Abnahmebeauftragten zu führen.
  



Was passiert, wenn Kabel mit Funktionserhalt im Brandfall mit Wasser unter Druck besprenkelt (Sprinkleranlage) werden?

Die Dätwyler Sicherheitskabel NHXH/NHXCH E90 Keram sind nach der VdS Verfahrensrichtlinie 2344 (1999-02) für diese Anwendung geprüft worden und besitzen die entsprechende VDS-Zulassung. 
 


 
Sind Funktionserhaltkabel für ein dauerhafte Umgebungstemperaturen > 100° C geeignet?

Dätwyler JE-H(St)H/HRH...BD FE180  E30-E90, (N)HXH/CH E30-E60 / E90 Keram

Nein. Funktionserhaltkabel sind keine Silikonleitungen und auch nicht damit vergleichbar. Die zulässige Betriebstemperatur im ruhenden Zustand beträgt am Leiter bei (N)HXH/CH E30-E60 / E90: -25°C bis + 90°C und bei JE-H(St)H/HRH...BD FE180  E30-E90: -30°C bis +70°C. 
 


 
Wie müssen Funktionserhaltkabel bei vertikaler Verlegung über mehrere Geschosse abgefangen werden?

Mäanderförmige Verlegung oder wirksame Unterstützungsmaßnahme?
Dätwyler JE-H(St)H/HRH...BD FE180  E30-E90, (N)HXH/CH E30-E60 / E90 Keram

Gemäß DIN 4102-12 Abs. 8.3 gilt die Klassifizierung des Funktionserhalts nur, wenn eine wirksame Abstützung (Abstand > 3.500 mm) der Kabel erfolgt. Ein Beispiel für eine wirksame Unterstützung ist dort in Bild 5 dargestellt. Eine andere Möglichkeit ist die Anordnung einer Deckenabschottung mit entsprechender Klassifizierung oder eine durch Prüfung nachgewiesene Schellenausbildung. Eine Beurteilung einer von Bild 5 abweichenden Ausführung der Abstützung kann nur durch eine amtlich anerkannte Prüfanstalt erfolgen.
In Bild 5 ist eine mäanderförmige Kabelverlegung dargestellt, wobei im Abstand von 3.500 mm die Kabelanlage in die horizontale geführt wird und mit zwei Schellen im Abstand von max. 300 mm befestigt ist. Das Kabel muß dabei mindestens 300 mm horizontal verlegt sein. Die Biegeradien sind hinzuzurechnen.
Mit der Dätwyler WUM (Wirksame Unterstützungsmaßnahme) kann die horizontale Auslenkung entfallen, da diese durch eine anerkannte Prüfanstalt beurteilt wurde.
Verlegung nur mit Einzel- oder Bügelschelle.
Gemäß DIN 4102-12 Abs. 8.3 gelten für vertikale Kabelanlagen nur die Prüfergebnisse der Einzelverlegung an der Decke mit Einzelschellen. Als Befestigungsmittel kann alternativ eine geprüfte Bügelschelle verwendet werden. Der Abstand der Bügelschellen entspricht dem Abstand der Einzelverlegung mit Einzelschellen (Im Rahmen der Standardverlegetechniken ist das ein Befestigungsabstand von 300 mm).
Mit Dätwyler Einfachschellen SAS oder Bügelschelle B...D sind Befestigungsabstände bis 1,2 m bei gleichzeitiger Bündelung von bis zu 2,5 kg/m möglich.
Schauen Sie dazu in unseren Menüpunkt  "Optionale Verlegetechniken".
 


 
Was ist eine "G" Nummer bei Funktionserhalt?

Für die Zuleitung der Sprinklerpumpenmotoren fordert die VdS-Richtlinie für Sprinkleranlagen (VdS 2092 Abschnitt 5.5.1 f) eine zusätzliche Prüfung der Funktionstüchtigkeit bei Einwirkung von Wasser während eines Brandes (VdS Verfahrensrichtlinie 2344).
Bei bestandener Prüfung erhält das Kabel die Anerkennungsnummer die mit einem G beginnt.

Dätwyler NHXH Keram E90: Anerkennungsnummer G-4070050,
Dätwyler NHXCH Keram E90: Anerkennungsnummer G-4980024
(siehe Menüpunkt "VdS-Zertifikate") 
 


 
Was ist bei Hochwasserschäden an Kabelanlagen zu beachten?

Abgesehen von Erdkabeln mit Längswasserschutz können wir für unsere Kabelbauarten folgende Empfehlung geben:
Dätwyler J-H(St)H, NHXMH, N2XH/CH,
Flachkabel ECO-A Combi, ECO-A Power, ECO-A Power I, ECO-A Data, ECO-A Combi-R, ECO-A Data-R

Querwasserdichtigkeit:
Liegt das Kabel ca. 1 Monat im Wasser, so ist dies als kurzzeitig anzusehen. Bezüglich der Querwasserdichtigkeit ist hier bei unbeschädigtem Mantel keine Beeinträchtigung des Kabels zu befürchten. Wichtig: Chemische Substanzen (z.B-Öl), die z.B. aus Nebenräumen auf das Kabel einwirken, sind gesondert zu betrachten.

Längswasserdichtigkeit:
Unsere Sicherheitskabel, wie auch NYY, sind nicht längswasserdicht! Durch den Kapillareffekt kann das Wasser in die Kabel eindringen und wird auch noch höher als der effektive Wasserstand in das Kabel hineingezogen. Dieses Wasser kann nicht mehr vollständig aus dem Kabel entfernt werden. Dennoch kann, aufgrund einer positiv durchgeführten Isolationsmessung, das Kabel weiterhin verwendet werden. Weitere Aussagen über die Lebensdauer können jedoch nicht getroffen werden.

Funktionserhaltanlagen E30-E90:
Bezüglich Querwasserdichtigkeit gilt das gleiche wie für die obengenannten Kabelbauarten.
Bezüglich Längswasser kann der Funktionserhalt (JE-H(St)H E30-E90, NHXH/CH E30, NHXH/CH E90) stark beeinträchtigt sein. In Bereichen mit Wasseransammlungen im Kabel, könnte das Kabel im Brandfall durch das aufkochende/verdampfende Wasser platzen und eventuelle Kurzschlüsse wären die Folge.
Um die Sicherheit in diesen Funktionserhaltsbereichen weiterhin gewährleisten zu können, empfehlen wir den Austausch dieser Kabel. (Übrigens: Auch in E-Kanälen mit konventionellen Kabeln besteht diese Gefahr, da im Brandfall in den Kanälen Temperaturen von weit über 100°C zugelassen sind.)
 


 
Was bedeutet ABP?

ABP bedeutet "Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis". Nach den Bauordnungen dürfen für den Funktionserhalt nur Kabelanlagen eingesetzt werden, die ein "Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis" haben. Anderenfalls ist eine Zustimmung im Einzelfall der obersten Bauaufsichtsbehörde erforderlich. 
 


 
Wie groß ist der Biegeradius von halogenfreien Kabeln und Leitungen sowie von Kabeln mit Funktionserhalt? 

NHXMH:
 
 
             nach DIN VDE 0298-3:
4 x Außendurchmesser  
  
N2XH/CH, (N)HXH/CH E30-E60 / E90:
 
 
 
 
 
nach DIN VDE 0276-604:
15 x Außendurchmesser (einadrig)
12 x Außendurchmesser (mehradrig)
gemäß ABP für E30 / E60 / E90:
15 x Außendurchmesser  
 
J-H(St)H, JE-H(St)H E30 L / E30-E90:
 
  
nach DIN VDE 0891-5:
7,5 x Außendurchmesser
 
(N)HXSLHXÖ bis 12 mm:
(N)HXSLHXÖ größer als 12 mm:
(N)HXSLHXÖ bis 8 mm:
(N)HXSLHXÖ größer 8 -12 mm:
(N)HXSLHXÖ größer als12 mm:
 
3 x Außendurchmesser - fest verlegt
4 x Außendurchmesser - fest verlegt, bei einmaliger Biegung
2 x Außendurchmesser - fest verlegt
3 x Außendurchmesser - fest verlegt
4 x Außendurchmesser - fest verlegt
 

Vorraussetzung ist ein gleichmäßiges Biegen ohne Knickstellen.

Im übrigen ist gilt für PVC-Kabel NYY oder NYCWY gemäß DIN VDE 0298-1 ebenfalls ein Biegeradius von
15 x Außendurchmesser (einadrig)
12 x Außendurchmesser (mehradrig) 
 


 
Wie können einadrige Starkstromkabel mit integriertem Funktionserhalt nach DIN 4102-12 befestigt werden?

Dätwyler (N)HXH E30-E60 / E90 Keram

Die für das Kabel zuständige Norm DIN VDE 0266 verweist für die Anwendung auf DIN VDE 0276-604. Gemäß Anhang A5.5.3 dürfen einadrige Kabel einzeln oder systemweise  (L1,L2,L3) in Bündeln verlegt werden. Ein System von gebündelten Kabeln darf wie ein mehradriges Kabel behandelt werden. Bei einer Verlegung einadriger Kabel sind Schellen aus Kunststoff oder nichtmagnetischen Metallen zu verwenden. Stahlschellen dürfen nur verwendet werden, wenn der magnetische Kreis nicht geschlossen ist.
Gemäß DIN 4102-12 dürfen nur die im "Allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis" aufgeführten Verlegesysteme eingesetzt werden.
Schellen aus Kunststoff oder Aluminium können aufgrund Ihres geringen Schmelzpunktes keine Zulassung für den integrierten Funktionserhalt erhalten.
Die Verlegung "im Drehstromverbund" ist mit unserem Dätwyler Sicherheitskabel (N)HXH E30-E60 / E90 Keram ausdrücklich im ABP zugelassen (siehe Menüpunkt ABP). 
 


 
Kann man die folgenden halogenfreien Niederspannungskabel direkt in die Erde verlegen?

Dätwyler N2XH/CH, Dätwyler (N)HXH/CH E30-E60 / E90 Keram

Die Verlegung dieser Kabelbauarten wird in DIN VDE 0276-604 und DIN VDE 0266 geregelt. Die DIN VDE 0276-604 und DIN VDE 0266 untersagt ausdrücklich die direkte Verlegung in der Erde. Eine Verlegung im Schutzrohr ist dagegen zulässig, wenn sich darin keine Wasseransammlungen bilden können. 
 


 
Sind die folgenden halogenfreien Kabel und Leitungen bzw. Kabel mit Funktionserhalt UV-beständig?

Dätwyler J-H(St)H...BD, NHXMH, N2XH/CH
Dätwyler JE-H(St)H/HRH...BD FE180 E30-E90, (N)HXH/CH E30-60 / E90 Keram

Die UV-Beständigkeit hängt in erster Linie von der Farbe des Außenmantels ab. Kabel, die für den Außenbereich und Sonneneinstrahlung konzipiert sind, haben generell einen schwarzen Außenmantel. Kabel mit grauem, rotem oder orangen Außenmantel sind gegen Sonneneinstrahlung zu schützen, z.B. mit einem Kanal, einem Rohr oder durch Überstreichen mit wasserverdünnbarer Dispersions-Außenfarbe. 
 


 
Kann der Außenmantel von halogenfreien Kabeln und Leitungen bzw. von Kabeln mit Funktionserhalt repariert werden?

Dätwyler J-H(St)H...BD, NHXMH, N2XH/CH
Dätwyler JE-H(St)H/HRH...BD FE180,  E30-E90 (N)HXH/CH E30-E60 / E90 Keram

Halogenfreie Kabel und Leitungen werden genauso wie PVC-isolierte mittels einer Reparaturmanschette repariert. Dätwyler Keram-Kabel mit integriertem Funktionserhalt haben bei Prüfungen mit Verbindungsmuffen keinen vorzeitigen Ausfall gezeigt.
Da der Kabelmantel, das Füllmaterial und Teile der Aderisolation im Brandfall zerstört werden und nur die Keram-Schicht direkt auf dem Kupferleiter die Isolation im Brandfall gewährleistet, können auch Dätwyler Keram-Kabel bei beschädigtem Außenmantel mit einer Reparaturmanschette repariert werden.
Eventuelle Metallteile der Manschette sind allerdings nach dem Schrumpfvorgang zu entfernen.
Generell sollte sinnigerweise eine halogenfreie Reparaturmanschette verwendet werden. 
 


 
Ist die Brandlast von halogenfreien Kabeln und Leitungen bzw. von Kabeln mit integriertem Funktionserhalt höher als bei PVC-isolierten?

Dätwyler J-H(St)H...BD, NHXMH, N2XH/CH
Dätwyler JE-H(St)H/HRH...BD FE180  E30-E90, (N)HXH/CH E30-E60 / E90 Keram

Nein. Je nach Hersteller, Kabelbauart und Normvorgaben gibt es gewisse Schwankungen. Bei vergleichbaren Bauarten sind die Brandlastwerte bei halogenfreien Kabeln meistens sogar wesentlich geringer. Die größten Unterschiede gibt es im Bereich der Funktionserhaltkabel. Durch die Keram-Bauweise von Dätwyler weisen unsere Kabel eine bis zu 50% geringere Brandlast auf wie vergleichbare Kabel. Das Missverständnis der höheren Brandlast von halogenfreien Kabel stammt aus einem VdS Merkblatt ( VdS 2134:1999-01 und Vorgänger). Da in diesem Merkblatt die halogenfreie Mantelleitung NHXMH fehlt, wird der Leser dazu verleitet, PVC Mantelleitung NYM mit halogenfreiem 0,6/1kV Kabel NHXHX (Einsatz im Containment von Kernkraftwerken) zu vergleichen. Richtig wäre hier die Mantelleitungen z.B. NYM 3x1,5mm² (Brandlast: 0,44 kWH/m) mit Dätwyler NHXMH 3x1,5mm² (Brandlast: 0,33 kWH/m) zu vergleichen. 
 


 
Wie hoch ist die Zugbelastbarkeit von halogenfreien Kabeln und Leitungen bzw. von Kabeln mit Funktionserhalt?

NHXMH:
 
       nach to DIN VDE 0298-3: 50 N/mm² Aderquerschnitt  
  
N2XH/CH, (N)HXH/CH E30-E60 / E90:
  
nach DIN VDE 0276-604: 50 N/mm² Aderquerschnitt
  
J-H(St)H, JE-H(St)H E30 L / E30-E90:
 
nach DIN VDE 0891-5: abhängig von Aderzahl, Spannweite
und Temperatur  

 


 
Wie hoch sind die max. zulässige Verlege- und Betriebstemperaturen am Leiter bei halogenfreien Kabeln und Leitungen bzw. bei Kabeln mit Funktionserhalt?

(N)HXSLHÖ-J:
 
 
       nach Dätwyler Spez.:
 
 
       -25°C bis +50°C (bewegt)
-45°C bis +90°C (ruhend)
 
NHXMH, H07Z-U/R, H05 /H07 Z-K:
 
 
nach DIN VDE 0298-3:
 
 
+05°C bis +50°C (bewegt)
-40°C bis +70°C (ruhend)
 
N2XH/CH, (N)HXH/CH E30-E60 / E90:
 
 
nach DIN VDE 0276-604:
nach Dätwyler Spez.: 
 
-05°C bis +50°C (bewegt)
-45°C bis +90°C (ruhend)
 
Datwyler Keram FE 180/E30-CL:
 
 
 nach Dätwyler Spez.: 
 
 
-05°C bis +50°C (bewegt)
-45°C bis +90°C (ruhend)
 
J-H(St)H, JE-H(St)H E30 L / E30-E90
 
 
nach DIN VDE 0891-5: 
 
 
-05°C bis+50°C (bewegt)
-30°C bis +70°C (ruhend)
 

Als Verlegetemperaturen sind die Temperaturen im bewegten Zustand zu beachten. Diese Temperaturen gelten für das Kabel selbst und nicht für die Umgebung. Wenn Kabel eine niedrigere Temperatur als die zulässige aufweisen, sind sie zu erwärmen. Es ist darauf zu achten, daß die Kabel-Temperatur während der gesamten Verlegung nicht unter die zulässige Temperatur fällt. 
  


 
 

 
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